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Yant Flat (Candy Cliffs)

Yant Flat

Bei unserer Suche nach neuen unbekannteren Gebieten im Westen der USA sind wir auf die Yant Flat, eine Hochebene nordöstlich von St. George (Utah), aufmerksam geworden. Beeindruckt von verschiedenen Bildern im Internet und aus dem empfehlenswerten Fotografie-Guide (Utah)* von Laurent Martres planten wir im August 2017 einen Besuch ein. Das aus fotografischer Sicht eigentliche Highlight sind die Sandsteinklippen unterhalb der Hochebene, welche häufig als Candy Cliffs bezeichnet werden. Dieses Gebiet ist ein wahrer Schatz für Fotografen und Entdeckerfreudige – fern ab der üblichen Touristenspots.

Daten & Fakten zur Yant Flat (Candy Cliffs)

Anfahrt: Von Süden (aus Richtung St. George) kommend die I-15 bei Abfahrt 22 (Leeds) verlassen und der Main Street für ca. 1,5 Meilen folgen. Dann geht es links auf die Silver Reef Road, und im weiteren Verlauf auf der Oak Grove Road (Forest Road 032) weiter. Die Straße ist dann nicht mehr asphaltiert, jedoch meist eigentlich recht gut befahrbar. Im weiteren Verlauf verlässt man an einer Abbiegung die Oak Grove Road und fährt geradeaus (Forest Road 031) weiter auf das Plateau von Yant Flat hinauf bis zur Parkmöglichkeit (N37° 14.085 W113° 28.622).

Von der Parkmöglichkeit aus führt ein überwiegend sehr sandiger Trampelpfad (N37° 14.080 W113° 28.620, anfangs eine alte Jeep-Road) für etwa 1,5 Meilen (one-way) durch die Vegetation bis zur Abbruchkante der Yant Flat (N37° 13.102 W113° 28.045). Für die Wegstrecke sollten jeweils 30-45 Minuten eingeplant werden. Von dort aus bietet sich direkt ein wunderschöner Blick auf das Plateau der Sandsteinklippen, welches dann intensiv erkundet werden kann.

Yant Flat (Candy Cliffs)
Parkmöglichkeit:N37° 14.085 W113° 28.622
Startpunkt Trail:N37° 14.080 W113° 28.620
Zugang Yant Flat (Candy Cliffs):N37° 13.102 W113° 28.045
Distanz:
1,5 Meilen (one-way)
Dauer:30-45 Minuten je Wegstrecke
(insgesamt 4 – 5 Stunden inkl. Fotografie)
Gelände:leicht; sandiger Trampelpfad

Unser Besuch der Yant Flat (Candy Cliffs)

Wir besuchten die Yant Flat im August 2017 gleich zweimal. Den Grund erfährst du weiter unten im Artikel. Bei beiden Besuchen waren wir einer extremen Hitze (ca. 38°C) ausgesetzt, was die Wanderung von der Parkmöglichkeit und den Aufenthalt auf dem Plateau zu einer anstrengenden und schweißtreibenden Angelegenheit machte. Ich kann jedem nur dazu raten sehr viel Wasser mitzunehmen, denn die Sonne brennt gnadenlos auf das Plateau nieder!

Yant Flat

Parkmöglichkeit und Startpunkt des Trailhead

Von der Parkmöglichkeit ging es bei bestem Wetter los. Der Trail verläuft durch eine sehr sandige aber wunderschön anzusehende Landschaft mit einer sehr interessanten und fotogenen Vegetation. Vielerorts finden sich unzählige kleine Kakteen und die Natur lädt mit ihren tollen Motiven immer wieder zum Fotografieren ein.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/200s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 18mm | ƒ/9.0 | 1/250s | ISO100

Nach etwa 45 Minuten erreichten wir dann unser Ziel. Der Blick von der Abbruchkante auf die Sandsteinformationen war atemberaubend schön. Nachdem ich einige Aufnahmen gemacht hatte, verschafften wir uns von dort aus einen Überblick über das zu erkundende Gebiet.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/200s | ISO100

Beim Abstieg auf das Plateau ist Vorsicht geboten, denn es liegt allerhand loses Gestein herum, und es besteht daher stellenweise Rutschgefahr. Unten angekommen konnte das Abenteuer dann so richtig beginnen. Ich war direkt ein wenig überfordert aufgrund der Fülle an potenziellen Fotomotiven. Die Farbpracht der Sandsteinformationen und die vielfältigen Muster und Formen des Gesteins in Form von Wellen und Hügeln sind der Wahnsinn.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/250s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/8.0 | 1/125s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/8.0 | 1/125s | ISO100

Nachdem wir bereits einige Zeit auf dem Plateau unterwegs waren, zogen zunehmend mehr Wolken auf, welche in der Ferne dunkler wurden. Ich nutzte die recht schnell vorbeiziehenden Wolken für ein paar Langzeitbelichtungen mit dem ND Filter.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/11.0 | 30s | ISO100 | Haida ND 3.0 Filter

Dann aber zeigte sich uns, wie unberechenbar die Natur Utahs sein kann. Wenige Minuten zuvor hatten wir noch bestes Wetter, doch urplötzlich zog in rasanter Geschwindigkeit ein Unwetter auf uns zu und wir mussten unserem Besuch der Yant Flat abbrechen. Das Unwetter entwickelte sich in ein schweres Gewitter und wir flüchteten zu unserem Auto. Auf den folgenden Bildern sind die Anfänge des Unwetters zu sehen, auf dem Rückzug zum Auto durch das schwere Gewitter war mir nicht mehr nach fotografieren.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 20mm | ƒ/8.0 | 1/100s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/8.0 | 1/50s | ISO100

Völlig durchnässt und erschöpft erreichten wir das Auto und beendeten für diesen Tag unsere Aktivitäten. Da wir unsere Roadtrips immer sehr flexibel halten, um auch auf solche Gegebenheiten reagieren zu können, planten wir für einige Tage später einen weiteren Besuch der Yant Flat ein. Denn dieses wunderschöne Gebiet hatte es uns wirklich angetan.

Bei unserem zweiten Besuch machte uns die Hitze mit ca 38°C zwar auch wieder ordentlich zu schaffen, jedoch blieb das Wetter diesmal stabil. So konnten wir die Yant Flat und Candy Cliffs weiter erkunden. Die Fülle an einzigartigen Fotomotiven sucht seinesgleichen. Immer wieder bestaunten wir die wunderschönen Gesteinsfarben, -formen und -muster.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/11.0 | 1/200s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/11.0 | 1/200s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 19mm | ƒ/11.0 | 1/200s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 22mm | ƒ/9.0 | 1/320s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/10.0 | 1/250s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 20mm | ƒ/10.0 | 1/250s | ISO100

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/10.0 | 1/200s | ISO100

Mancherorts finden sich kleine Pools, welche bei unserem Besuch leider ausgetrocknet waren. Nach einem Regen sind diese sicher sehr schöne Motive in Kombination mit der Vegetation und dem Gestein.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/320s | ISO100

Nach einigen Stunden war es jedoch nicht zuletzt aufgrund der extremen Hitze Zeit zu gehen, auch wenn wir hier noch unzählige weitere Stunden hätten verbringen können. Auf dem Rückweg hielten wir immer wieder für Fotos an, diese wunderschöne Landschaft macht es einem nicht leicht zu gehen.

Yant Flat

Nikon D7200 + Nikkor 16-85 @ 24mm | ƒ/10.0 | 1/250s | ISO100

Fazit

Wir hatten eine tolle Zeit bei der Yant Flat (Candy Cliffs). Farbpracht, Formen und Muster der Gesteinsformationen dieser Location sind traumhaft schön und sie gehört für mich zu den schönsten Sandsteingebieten im Westen der USA. Vor allem Fotografen kommen hier voll auf ihre Kosten. Aber auch jeder der Utahs Natur abseits der üblichen Touristenspots genießen möchte, ist hier genau richtig.

Foto-Tipps zu Yant Flat (Candy Cliffs)

Aufgrund meiner Vorort-Erfahrung zur Fotografie rund um die Yant Flat (Candy Cliffs) habe ich Foto-Tipps zu dieser Location inkl. meines verwendeten Foto-Equipments zusammengestellt.

Tipps zur Fotografie der Yant Flat (Candy Cliffs)
  • Fotoausrüstung
    Standard-Zoom* ausreichend für die meisten Motive
    – UWW* Objektiv empfehlenswert, falls das Standart-Zoom nicht weinwinklig genug ist

    Stativ*, empfehlenswert
    Polfilter* (Alternative*), empfehlenswert für eine optimale Farbwirkung des Gesteins; (Fotoschule Polfilter: Artikel)
    ND Filter* (Filterhalter*), optional für Langzeitbelichtungen
  • Beste Zeit für Fotos
    – nachmittags
  • Aufnahmetipps
    – gehe mit der Kamera auch mal sehr nah an Gesteinsformationen mit verschiedener Farbgebung und/oder besonderem Muster ran, um sie als interessanten Vordergrund im Foto für die Bildgestaltung einzusetzen
    – auf dem Plateau der Yant Flat (Candy Cliffs) finden sich viele spektakuläre Motive erst aus anderen Perspektiven als nur stehend. Leg dich also mal auf den Boden, etc…

* Affiliate-Link: Danke für deine Unterstützung!

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* Transparenz: Das vorgestellte Equipment habe ich selber gekauft. Ich wurde für diesen Artikel von niemandem bezahlt oder unterstützt. Falls du die genannten Produkte bei Amazon erwerben möchtest, würde ich mich freuen wenn du es über die mit (*) gekennzeichneten Links tust. Es kostet dich nicht mehr und ich bekomme eine kleine Provision.

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2 Kommentare
  1. Magdalena
    Magdalena sagte:

    Hallo Torsten,

    wieder mal grandiose Bilder! Viel scheint dort nicht los zu sein, oder? Ist vielleicht ein fairer Ausgleich zu eurem Arches-Besuch in zahlreicher Toruisten-Begleitung 😉

    Am besten gefällt mir aber fast das Bild von eurem staubigen Auto – so müssen die aussehen, dann ist der Roadtrip perfekt!

    Liebe Grüße
    Magdalena

    Antworten
    • THphotography
      THphotography sagte:

      Hallo Magdalena,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja dort ist meist recht wenig los, so lässt sich diese einzigartige Natur entspannt genießen.
      Unser Auto sah nach dem Tag mit dem Unwetter noch schlimmer aus, da war das gesamte Auto mit dem dann nassen roten Sand komplett verschmiert ;-). Aber du hast Recht, so muss das aussehen :-).
      LG Torsten

      Antworten

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