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Observation Point – Traumhafte Aussicht im Zion Nationalpark

Zion Observation Point

Der Observation Point im Zion Nationalpark bietet den wohl schönsten Ausblick über den Zion Canyon. Im Vergleich zu Angels Landing ist der Trail zwar weniger spektakulär, jedoch hat die Wanderung zum Observation Point mit den schönen Serpentinen und einem sehr fotogenen Slotcanyon landschaftlich einiges zu bieten. Außerdem ist der Weg deutlich weniger frequentiert. Die Wanderung lässt sich gut mit dem Hidden Canyon Trail kombinieren, dann solltest du aber einen vollen Tag einplanen.

Daten & Fakten zum Observation Point

Die Wanderung startet an der Shuttle-Haltestelle Weeping Rock Trailhead. Es handelt sich um eine sehr anspruchsvolle Wanderung, daher sollte man unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen! Ich würde zu einem Start in den frühen Morgenstunden raten, dann befindet sich der erste anstrengende Abschnitt noch im Schatten. Für mich stand natürlich wieder das Fotografieren im Vordergrund, folgende Kamera-Ausrüstung hatte ich dabei:

– Kamera: Nikon D7200 *
– Objektiv: Nikkor 16-85 mm *
– Objektiv: Sigma 10-20 mm *
– Stativ: Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon *
– sonstiger Zubehör

Observation Point
Startpunkt Trail zum Observation PointHaltestelle Weeping Rock Trailhead (Shuttle Bus)
Distanz
8 Meilen (Roundtrip)
Dauer4 – 6 Stunden
Geländeanstrengend; ca. 650 Höhenmeter; sandige/felsige Wege
Informationen zum Zion NationalparkWebsite des Parks

Unsere Wanderung zum Observation Point

Vom Start an der Haltestelle Weeping Rock führt der Weg zum Observation Point zunächst über denselben Trail wie zum Hidden Canyon. Gleich zu Beginn sind schon einige Höhenmeter zu bewältigen, der Wanderweg windet sich hier direkt in steilen Serpentinen das Felsmassiv hinauf. Vom Wanderweg aus bieten sich immer wieder tolle Ausblicke in den Canyon des Zion Nationalpark.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/125s | ISO100

Nachdem dieser erste Abschnitt und damit etwa 1/3 der Strecke bewältigt war, ging es zunächst ein wenig flacher weiter und wir erreichten die Echo Canyon Passage. Hier wurden wir mit einer traumhaft schönen Landschaft für unsere Mühen belohnt und genossen den Weg durch den schattigen Canyon.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/100s | ISO100

Wir kamen nun deutlich langsamer voran, denn ich machte immer wieder an den vielen tollen Fotomotiven halt, welche sich uns hier boten. In den engen Canyon-Passagen entdeckte ich immer wieder kleine wassergefüllte Pools.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/6.3 | 1/50s | ISO100

Weiter ging es durch den Canyon und immer wieder gab es durch die einfallende Sonne ein tolles Farbenspiel an den Felswänden. Wir waren überrascht, wie wenig andere Wanderer auf diesem Trail unterwegs waren, mit etwa 33°C war es aber auch schon eine sehr heiße und anstrengende Angelegenheit. Nachdem wir den Echo Canyon passiert hatten, verlief der weitere Weg zunehmend durch die pralle Sonne. Die Landschaft zeigte sich unglaublich abwechslungsreich und so waren wir immer wieder gespannt, was uns nach der nächsten Biegung wohl erwarten würde.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/6.3 | 1/40s | ISO100

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/320s | ISO100

Der Weg wurde bald wieder deutlich steiler und wand sich einmal mehr in Serpentinen das Felsmassiv hinauf. Nach einer schweißtreibenden Wanderung durch die pralle Sonne waren wir froh, als wir die letzten Meter bis zum Plateau vor uns erblickten. Diese Wanderung hat es schon in sich, gerade bei solch einem Wetter.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/320s | ISO100

Das Landschaftsbild ändert sich erneut und verläuft an der Felskante durch einen herrlich duftenden Pinienwald über rot gefärbten Sand und Felsen. Der Blick in den Zion Canyon ist bereits von hier atemberaubend schön und es finden sich entlang des Weges unzählige tolle Motive, um diesen ansprechend und individuell in Szene setzen zu können.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/160s | ISO100

Zwar hatten wir das Ziel, den Observation Point, fast immer im Blick, jedoch zog sich dieser letzte Abschnitt. Das macht aber nichts, denn die Landschaft bietet auch auf dem Plateau viele tolle Motive und lässt sich dank der wenigen anderen Wanderer bestens genießen.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 16mm | ƒ/9.0 | 1/250s | ISO100

Dann endlich erreichten wir den Observation Point. Der erste Blick hinunter in den Canyon war atemberaubend schön und wir verspürten ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Dieser Anblick war wirklich jede Mühe wert. Vom Observation Point aus blickt man auch auf den doch deutlich tiefer gelegenem Felsgrat Angels Landing hinab. Hier zahlte es sich aus, dass ich mein Ultraweitwinkel-Objektiv mit dabei hatte, denn mit den 10mm (APS-C) ließ sich der Blick über den Canyon eindrucksvoll in Szene setzen.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 10mm | ƒ/10.0 | 1/125s | ISO100

Dennoch versuchte ich mich auch an einigen Panorama-Aufnahmen, denn dieser Aussichtspunkt bietet sich für derartige Aufnahmen natürlich geradezu an. Im Ergebnis hatte ich ein wunderschönes 48 Megapixel Panorama aus 12 Einzelaufnahmen, ideal für einen großen Print.

Zion Observation Point

Nikon D7200 @ 12mm | ƒ/10.0 | ISO100 (48 MP Panorama aus 12 Einzelbildern)

Nach einem Picknick mit diesen einzigartigen Ausblick machten wir uns wieder auf den Rückweg, denn der Hidden Canyon Trail stand noch auf dem Programm.

Observation Point oder Angels Landing? 

Oft wird die Frage gestellt, ob die Wanderung zum Observation Point oder zu Angels Landing mehr lohnt bzw. welche die schönere ist. Wenn es die Zeit erlaubt, würde ich definitiv beide Wanderungen machen, da sie schon recht unterschiedlich sind und beide ihre Vorzüge haben. Gerade der Abschnitt auf den Felsgrat von Angels Landing ist absolut spektakulär, etwas derartiges wird auf dem Weg zum Observation Point nicht geboten. Landschaftlich attraktiver und abwechslungsreicher hingegen ist die Wanderung zum Observation Point. Auch wenn es um die Aussicht geht und du du es weniger überlaufen magst, würde ich dem Observation Point den Vorzug geben. Letztlich muss man die Entscheidung zwischen einer wunderschönen und abwechslungsreichen Wanderung mit einem einzigartigen Aussichtspunkt (Observation Point) und einer dafür deutlich abenteuerlicheren und spektakuläreren Wanderung mit genialen Klettereinlagen (Angels Landing) treffen, dessen Aussichtspunkt am Ende auch traumhaft ist. Ein Bild von Angels Landing kannst du dir in meinem Artikel dazu machen (hier).

Foto-Tipps zum Observation Point

Aufgrund meiner Vorort-Erfahrung zur Fotografie rund um den Observation Point habe ich Foto-Tipps zu dieser Location inkl. meines verwendeten Foto-Equipments zusammengestellt.

Tipps zur Fotografie des Observation Point
  • Fotoausrüstung
    Standard-Zoom* Objektiv ist ausreichend für die verschiedensten Motive entlang des Trails.
    – UWW* Objektiv für die Fotografie des Zion Canyon vom Observation Point, um möglichst viel vom Canyon auf das Bild zu bekommen

    Stativ*, empfehlenswert (ein möglichst leichtes aufgrund der anstrengenden Wanderung)
  • Beste Zeit für Fotos
    – früher Morgen oder später Nachmittag (Achtung: in der Mittagszeit Gegenlicht-Situation am Aussichtspunkt)
  • Aufnahmetipps
    – Der Blick vom Observation Point ist ein ideales Motiv für Panorama-Aufnahmen. Dies ist generell auch eine gute Alternative, falls du kein UWW Objektiv dabei hast.
    – 
    Im Echo Canyon sind die Lichtverhältnisse aufgrund der großen Unterschiede zwischen Dunkel und Hell (High Dynamic Range) sehr schwierig, hier kann sich ggf. die HDR-Aufnahmetechnik anbieten. 

* Affiliate-Link: Danke für deine Unterstützung!

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* Transparenz: Das vorgestellte Equipment habe ich selber gekauft. Ich wurde für diesen Artikel von niemandem bezahlt oder unterstützt. Falls du die genannten Produkte bei Amazon erwerben möchtest, würde ich mich freuen wenn du es über die mit (*) gekennzeichneten Links tust. Es kostet dich nicht mehr und ich bekomme eine kleine Provision.

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11 Kommentare
  1. schwertiontour
    schwertiontour sagte:

    Hammer Landschaft, einfach wundervoll ! Und der blaue Himmel dazu ist ja ein Traum.
    Also wenn ich abends da hin gehen würde, müsste ich ja so gegen 15-16 Uhr los gehen, oder ? Ist der Weg gut genug ausgeschildert, dass man ihn im Halbdunkel wieder zurück finden kann, evtl. mit Stirnlampe ? Oder ist er zu anspruchsvoll und es besteht Verletzungsgefahr ?
    Angels Landing würde ich ja morgens starten, aber im Urlaub dauernd mit dem Wecker aufstehen muss ja auch nicht sein 😉 So könnte man am nächsten Tag ausschlafen und sich in Ruhe auf die Tour zum Observation Point am Nachmittag vorbereiten.
    Habe ich mir jetzt mal so nichts ahnend vorgestellt.
    Viele Grüße,
    Schwerti

    Antworten
    • THphotography
      THphotography sagte:

      Hallo Schwerti,
      Danke für deinen Kommentar.
      Der Weg ist gut begehbar und man kann sich auch im Halbdunkel eigentlich nicht verlaufen, wenn man an ein paar Abzweigungen ein wenig aufpasst – wäre so meine Einschätzung dazu. Für die Rückkehr wären eher die letzten Abfahrtzeiten der Shuttle Busse zu beachten, welche von der Jahreszeit abhängen. Du befindest dich bei Observation Point tief im Park und recht weit weg vom Visitor Center. Innerhalb des Parks kannst du nicht mit dem eigenen Auto fahren, also kannst du den Start zum Observation Point nur mit den Bussen anfahren.
      Ja, Angels Landing solltest du allein schon wegen dem großen Andrang morgens starten, und auch um dem Mittagslicht zu entgehen.
      Wann geht es denn für dich in die schönen USA?
      VG Torsten

      Antworten
      • schwertiontour
        schwertiontour sagte:

        Danke Dir für die Infos Torsten!
        Siehst Du, an die Abfahrzeiten habe ich nicht gedacht. Ich dachte man könnte mit dem Auto zum Trailhead. Dann muss ich mich auf jeden Fall informieren, wann der letzte Bus fährt.
        Wann ich wieder in die USA komme, weiss ich gar nicht. Nächstes Jahr eher nicht, da würde ich gerne nochmal eine Gruppenreise oder mit irgendwem zusammen was machen. Den Südwesten der USA, dachte ich mir, kann man ja auch gut alleine bereisen. Da gibt´s keine Grizzlies oder so, wo es in Gruppen ein wenig sicherer ist. Vielleicht 2019 dann, mal gucken. Und Du ? Warst auch noch nicht im Nordwesten sehe ich auf deiner Karte, kann ich Dir nur empfehlen (und hab bald ein paar Blogposts dazu ;)) Aber jetzt ist ja erstmal NZ dran, das ist auch nicht verkehrt.

        Antworten
        • THphotography
          THphotography sagte:

          Hallo Schwerti,
          gerne, die Zeiten findest du immer aktuell auf der offiziellen Seite des NP. Ja den Südwesten kannst du recht gut allein bereisen, ich kenne auch viele die das tun.
          Der Nordwesten ist schon lange auf dem Plan, aber wir haben es immer wieder verschoben bisher. Ich möchte aber unbedingt mal Seattle sehen und würde den Nordwesten gerne mit Kanada verbinden. Mal schauen, wann wir es endlich machen ;-).
          Auf Neuseeland bin ich nun erstmal gespannt, schon klage ein Traumziel von mir. Deine Berichte machen schon mal Vorfreude :-).
          VG Torsten

          Antworten
  2. Magdalena
    Magdalena sagte:

    Hi Torsten,
    toller ausführlicher Beitrag zum Observation Point, unterstützt durch klasse Bilder! Ich war damals nur ein paar wenige Stunden im Zion, quasi auf der Durchreise und da war mir schon klar: Wenn ich das nächste Mal da bin, dann bleibe ich einige Tage, denn es gibt so viel zu sehen. Ich weiß nicht, ob ich mich mit meiner Höhenangst auf Angel’s Landing traue, der Observation Point scheint mir eine gute Alternative 😉

    Viele Grüße
    Magdalena

    Antworten
    • THphotography
      THphotography sagte:

      Hallo Magdalena,
      danke für deinen Kommentar und das Lob, freut mich.
      Das ist schade, der Zion ist wirklich sehenswert, beim ersten mal hatten wir ihn unterschätzt. Dort kann man viele Tage verbringen, bei deinem nächsten Besuch würde ich so 2-3 Tage ruhig einplanen.
      Der Observation Point ist eine gute Alternative, wenn du Höhenangst hast. Wenn du dennoch etwas der Action von Angels Landing haben willst, kannst du auch noch den Hidden Canyon dranhängen. Ist nicht so extrem wie Angels Landing, aber ein wenig Kletterspass und exponierte Abschnitte mit Ketten gibt es auch ;-).
      VG Torsten

      Antworten

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