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Zion Narrows – Zion National Park

Zion Narrows

Die Zion Narrows bieten einen tollen Canyon-Hike im Zion National Park, welcher durch das Flussbett des Virgin River führt. Die Narrows sind sehr leicht zugänglich und erfreuen sich daher (leider) auch einer großen Beliebtheit, insbesondere an Wochenenden und Feiertagen. Hier gilt aber auch wie bei vielen anderen Wanderungen: je weiter man sich in die Narrows vorwagt, desto weniger andere Besucher werden angetroffen.

Daten & Fakten zu den Zion Narrows

Die Wanderung startet an der letzten Shuttle-Haltestelle Temple of Sinawava. Von dort geht es zunächst ca. 1 Meile (one-way) auf dem Riverside Walk entlang des Virgin River. Dieser Abschnitt ist sehr eben und gut ausgebaut. Vom Ende des Trails aus starten dann die Zion Narrows und der weitere Weg verläuft einige Meilen weiter durch das Flussbett.

Riverside Walk / Zion Narrows
Startpunkt Riverside Walk / Zion NarrowsHaltestelle Temple of Sinawava (Shuttle Bus)
– Riverside Walk: N37° 17.103 W112° 56.850
– Zion Narrows: N37° 17.808 W112° 56.894
Distanz
– Riverside Walk: 1 Meile (one-way); von dort starten die Zion Narrows
– Zion Narrows: weitere mögliche Distanz von u.a. Witterung abhängig
Dauer– Riverside Walk: ca. 1h (Roundtrip)
– Zion Narrows: abhängig von Distanz und Witterung
Tipp: mindestens einen halben Tag für die Tour einplanen
Gelände– Riverside Walk: einfach, gut ausgebauter Weg
– Zion Narrows: je nach Witterung anspruchsvoll; waten notwendig; teilweise kleinere Klettereinlagen
Informationen zum Zion National ParkWebsite des Parks

Tipps zur Ausrüstung

Bei der Wanderung durch die Zion Narrows ist das zu durchquerende Wasser jahreszeitenabhängig stellenweise knietief bis hüfttief. Daher würde ich auf jeden Fall zu rutschfestem Schuhwerk raten. Gegebenenfalls erweisen sich Neoprensocken noch als gute Wahl, da das Wasser doch ziemlich kalt ist. Wir haben die Wanderung mit Neoprenschuhen absolviert. Ein weiterer Tipp: Besorgt euch einen Wanderstock oder einfachen Holzstock für einen besseren Halt, denn dieser hat mich einige Male vor einem Sturz in das kalte Wasser bewahrt. Meine Kameraausrüstung habe ich in einem wasserdichten Packsack transportiert.

Tipp: Wenn Dir das Fotografieren wichtig ist, solltest du deinen Besuch für ein schönes Licht in den Morgenstunden einplanen.

Unser Besuch der Zion Narrows

Zwar hatte ich bei unserer Wanderung meine normale Kamera-Ausrüstung für spezielle Aufnahmen mit dabei, jedoch machte ich aufgrund des oft unsicheren Untergrunds im Wasser der Narrows die meisten Aufnahmen mit meiner kleinen aber sehr brauchbaren Kompaktkamera Sony DSC-RX100*. Diese kleine Kamera mit ihrem guten 1″-Sensor liefert nach wie vor erstaunlich gute Ergebnisse ab und ist für Wanderungen dieser Art wie geschaffen.

Nachdem die Haltestelle Temple of Sinawava erreicht war, ging es zunächst mit dem Riverside Walk los. Der Weg verläuft durch eine wunderschöne Landschaft entlang des Virgin River. Immer wieder passierten wir wunderschöne Kaskaden. Da ich mein Haida Einschubfilter System* und u.a. einen Haida ND 1.8 Graufilter* dabei hatte, fertigte ich einige tolle Langzeitbelichtungen des Flusslaufs an.

Riverside Walk Zion

Nikon D5300 @ 16mm, ƒ/16.0, 1s, ISO100, Haida ND 1.8 Filter

Recht bald erreichten wir das Ende des Riverside Walk und blickten auf den Startpunkt der Zion Narrows, von wo an es fast ausschließlich durch Wasser weitergeht. Nachdem wir unsere Schuhe auf Neoprenschuhe gewechselt hatten ging es auch direkt los. Beim ersten Kontakt mit dem Wasser zuckte ich etwas zusammen, es war unglaublich kalt! Die Gewöhnung daran war aber recht bald erfolgt und so war es zunehmend mehr eine tolle Erfrischung.

Zion Narrows

Sony DSC-RX100 @ 10.4mm, ƒ/5.6, 1/30s, ISO200

Waren anfangs noch wirklich viele Besucher unterwegs, dünnte sich dies recht bald mehr und mehr aus. Die meisten anderen Besucher waren am Ende des Riverside Walk wieder umgekehrt oder nur wenige 100 Meter in die Narrows vorgedrungen. Dann erreichten wir die ersten Engstellen des Canyons. Die nassen Canyon-Felswände erstrahlten im Morgenlicht stellenweise in einem eindrucksvollen goldenen Licht.

Zion Narrows

Nikon D5300 @ 16mm, ƒ/5.6, 1/30s, ISO400

Nach einer guten halben Meile Wasserwanderung erreichten wir die Mystery Falls. Die Felswände sind hier durch herabfließendes Wasser permanent nass und stellenweise mit Moos bedeckt. Die Landschaft der Zion Narrows zeigt sich hier in  einer wunderschönen Farbenpracht und tollen Farbkontrasten. Wir waren einmal mehr sehr beeindruckt.

Zion Narrows

Nikon D5300 @ 16mm, ƒ/5.6, 1/50s, ISO400

Weiter ging es durch das kalte Nass und erfreulicherweise nahm die Zahl der Besucher inzwischen auf ein gesundes Maß ab. Die Landschaft hingegen wurde immer eindrucksvoller und dank des Einfalls des Sonnenlichts in den Canyon boten sich uns immer wieder spektakuläre Motive in tollen Lichtsituationen.

Zion Narrows

Sony DSC-RX100 @ 10.4mm, ƒ/5.6, 1/30s, ISO160

Die Canyon-Landschaft zeigte sich abwechslungsreicher als ich es vorab vermutet hatte. Auch das Wasser des Virgin River erstrahlte stellenweise in wunderschönen türkis-blauen Farben. Immer wieder waren wir fasziniert von dieser Natur und an wunderschönen Fotomotiven mangelt es in den Narrows definitiv nicht.

Zion Narrows

Sony DSC-RX100 @ 10.4mm, ƒ/5.6, 1/30s, ISO400

Nachdem wir erneut durch einen etwas engeren Abschnitt gewandert waren, machte der Canyon eine Biegung, in der die Felswand stark ausgewaschen war. Dies erinnerte mich sofort fast ein wenig an die Subway (Artikel dazu hier). Wir waren zum perfekten Zeitpunkt dort, denn die tunnelförmige Biegung wurde von der Sonne in ein strahlend goldenes Licht getaucht. Ein großartiger Anblick, für den ich auch eine Aufnahme mit der Nikon-Kamera wagte.

Zion Narrows

Nikon D5300 @ 16mm, ƒ/8.0, 1/15s, ISO100

Dann aber war es langsam Zeit für den Rückweg, da wir noch andere Ziele im Zion National Park hatten.

Fazit

Die Zion Narrows bieten eine großartige Wanderung. Mit der richtigen Ausrüstung macht diese Wasserwanderung eine Menge Spass und man kann viele Meilen durch das Flussbett waten. Du solltest ein gutes Stück in die Narrows vordringen, dann dünnt sich auch der (leider) sehr hohe Besucheransturm zunehmend aus. Für mich gehören die Zion Narrows zu den Highlights des Parks.

Eine andere empfehlenswerte Wasserwanderung ist der Kanarra Creek Trail nahe St. George. Der Trail bietet auch noch tolle Klettereinlagen entlang von Wasserfällen.

3 Kommentare
  1. Magdalena
    Magdalena says:

    Oh wie toll! Habe gerade entdeckt, dass du auch die Narrows entlang gewandert bist – das steht ganz oben auf der Liste im Zion. Wie lange warst du insgesamt im Zion unterwegs?

    Grüße
    Magdalena

    Antworten
    • THphotography
      THphotography says:

      Hallo Magdalena,
      die Narrows sind sehr empfehlenswert, unbedingt machen ;-).
      Wir waren in 2 Urlauben dort. Mit Angels Landing, Emerald Pools, Subway, Narrows, Hidden Canyon und Observation Point waren wir insgesamt 4 Tage dort. Die bräuchtest du dann auch mindestens für das Programm ;-).
      VG Torsten

      Antworten

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] wenig im Schatten der populären Spots wie z.B. Angels Landing, Subway, Observation Point und den Narrows steht. Warum dies so ist verwundert ein wenig, denn der Hidden Canyon Trail bietet eine […]

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