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Kanarra Creek Trail – Erfrischende Wasserwanderung

Kanarra Creek

Der Kanarra Creek Trail in Utah ist vor allem im Sommer ein beliebtes und empfehlenswertes Wanderziel. Es handelt sich um einen sehr abwechslungsreichen Trail, welcher eine tolle Wasserwanderung mit Klettereinlagen entlang von Wasserfällen und durch einen Slot Canyon bietet. Gerade bei den heißen sommerlichen Temperaturen um 40°C in der Region ist die Wanderung durch das kalte Gebirgswasser eine willkommene Erfrischung. Neben einer spektakulären Wanderung bietet der Trail aber auch eine Fülle an sehenswerten Fotomotiven. Somit ist diese Wanderung natürlich wie gemacht für Wander- und Fotofreunde und wir besuchten den Kanarra Creek während unseres Roadtrips im August 2017.

Daten & Fakten zum Kanarra Creek

Der Kanarra Creek Trail befindet sich 40 Meilen nordöstlich der Stadt St. George nahe des Ortes Kanarraville in Utah. Vor Ort gibt es zwei Parkplätze, an denen eine Parkgebühr von 10 USD zu entrichten ist. Wer wie wir sehr früh zu der Wanderung aufbrechen möchte, sollte den Betrag passend dabei haben, da die Bezahlung zu früher Stunde an einer Selfpay Station erfolgt.

Kanarra Creek Trail
Parkplatz P1: N37° 32.210 W113° 10.621
P2: N37° 32.268 W113° 10.527
Startpunkt Trail GPS: N37° 32.229 W113° 10.524
Distanz (One-Way) ca. 2 Meilen 
Dauer ca. 1,5 Stunden je Weg
Gelände leicht; waten und leichte Klettereinlagen nötig 

Da sich die Wanderung durchaus großer Beliebtheit erfreut, würde ich einen frühen Start empfehlen, um die schöne Landschaft mehr für sich zu haben. Zum späteren Vormittag füllt sich der Kanarra Creek dann doch sehr schnell. Weiterhin würde ich zu Wasserschuhen raten, so lässt sich die Wasserwanderung einfach besser laufen und macht viel mehr Spass.

Unser Besuch

Nachdem das Equipment zusammengepackt war konnte es endlich losgehen. Ich hatte doch einiges an Fotoequipment dabei, da es sich um eine perfekte Location für Langzeitbelichtungen handelt. Dazu für Interessierte aber mehr weiter unten in der Foto-Tipps Box. Zunächst verläuft der Weg auf einer Dirt Road mit einer geringen Steigung. Unser frühes Aufstehen wurde direkt belohnt, denn die Landschaft war in ein toll anzusehendes Morgenlicht getaucht.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/6.3, 1/125s, ISO100

Schon bald hörten wir das leise Rauschen des Kanarra Creek und ein wenig später konnten wir ihn auch endlich erblicken. Zunächst führt großenteils noch ein Trampelpfad entlang des Wasserlaufs, jedoch waren dann recht bald zunehmend Überquerungen des Wassers notwendig. Also wechselten wir auf die Wasserschuhe. Die Temperaturen waren bereits schnell in die Höhe geklettert und so bot das doch sehr kalte Wasser eine willkommene Erfrischung.

Immer wieder erblickten wir wunderschöne Motive entlang des Kanarra Creek und machten ein ums andere Mal Halt für einige Foto-Aufnahmen. Die Lichtsituation erlaubte es mir am frühen Vormittag noch auf einen ND-Filter zu verzichten, da ich mit einer kleinen Blende noch ausreichend hohe Belichtungszeiten erreichen konnte, um das Wasser etwas weichzuzeichnen.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 25mm, ƒ/16.0, 0.8s, ISO100

Das Wetter spielte bei unserem Besuch bestens mit und die Sonne sorgte für eine tolle Lichtstimmung in dieser wunderschönen Landschaft.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/6.3, 1/80s, ISO100

Je weiter wir vordrangen, desto mehr verengte sich der Weg zu einem Canyon und die weitere Strecke verlief zunehmend größtenteils nur noch durch das Wasser.

Kanarra Creek

Mit Kamera durch das kühle Nass

Die Landschaft wurde immer felsiger und spektakulärer. Der Weg gestaltete sich zunehmend enger und immer wieder waren kleinere Klettereinlagen gefordert. Der Wasserlauf bot auch hier häufig spektakuläre Fotomotive und da wir sowieso schon im Wasser standen, konnte ich sehr interessante Bild-Kompositionen erreichen.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 18mm, ƒ/18.0, 1s, ISO100

Dann verengte sich der Weg zu einem schmalen Slot Canyon und nun ging es wirklich ausschließlich durch das Wasser weiter. Voller Spannung und Faszination bogen wir um die Ecken und erfreuten uns an den wunderschönen Anblicken welche sich uns ein ums andere Mal auftaten.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/13.0, 3s, ISO100


Kanarra Creek Fall

Endlich erblickten wir dann das Motiv, auf welches ich mich im Vorfeld am meisten gefreut hatte: Der Kanarra Creek Wasserfall, welcher tosend den Absatz hinunterstürzte. Um diesen zu überwinden, wurde dort ein Baumstamm mit „Eisentritten“ in Position gebracht. Eine tolle Klettereinlage und ein noch schöneres Fotomotiv!

Für dieses Motiv hatte ich meine Fotoausrüstung primär mitgeschleppt und wollte unbedingt eine Langzeitbelichtung davon haben. So baute ich mein Stativ auf und brachte die Kamera inkl. ND-Filter in Stellung. Da wir uns auf unserem bisherigen Weg doch recht viel Zeit gelassen hatten, füllte sich der Canyon inzwischen mit vielen weiteren Wandersleuten. Also war etwas Geduld gefragt. Ich hatte dann für ein kurzes Zeitfenster Glück und mir gelangen ein paar wunderschöne Langzeitbelichtungen dieses einzigartigen Motivs. Auch die Lichtsituation war zum späten Vormittag klasse.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 25mm, ƒ/11.0, 5s, ISO100, Haida ND 3.0 Filter

Der Canyon füllte sich nun aber sehr schnell und an weitere Aufnahmen war hier nicht mehr zu denken. Daher auch mein Rat, diese Wanderung sehr früh morgens zu beginnen. Gegen späten Vormittag / Mittag ist der Kanarra Creek dann doch leider sehr überlaufen. Da wir den schönsten Teil des Kanarra Creek gelaufen sind und auf ein Gedränge wenig Lust hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Der Rückweg

Auch auf dem Rückweg ließ ich es mir nicht nehmen, noch ein paar Langzeitbelichtungen zu machen, auch wenn die Lichtsituation zur Mittagszeit nun nicht mehr ideal war.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/11.0, 5s, ISO100, Haida ND 3.0 Filter

Die Temperaturen waren inzwischen jenseits der 30°C geklettert und so wurde die Wanderung durch das Wasser zu einem erfrischenden Spass. Wir waren daher am Ende ein wenig traurig, als es wieder auf der Dirt Road in Richtung Parkplatz ging.

Kanarra Creek

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/11.0, 10s, ISO100, Haida ND 3.0 Filter


Fazit

Wir hatten einige wunderschöne Stunden auf dem Kanarra Creek Trail. Rückblickend gehört die Wanderung sicher mit zu den schönsten, welche wir in den USA bisher unternommen haben. Hier ist ein früher Start aufgrund der hohen Beliebtheit aber empfehlenswert. Der Trail besticht vor allem durch seine Vielfältigkeit und abwechslungsreiche Landschaft. Die Wanderung lohnt auch für Foto-Freunde, denn es ist eine Fülle an tollen Motiven geboten.

Foto-Tipps zum Kanarra Creek

Aufgrund meiner Vorort-Erfahrung zur Fotografie des Kanarra Creek habe ich Foto-Tipps zu dieser Location inkl. meines verwendeten Foto-Equipments zusammengestellt.

Tipps zur Fotografie des Kanarra Creek
  • Fotoausrüstung
    Standard-Zoom* Objektiv ist ausreichend für die verschiedensten Motive entlang des Trails. Zur Verstärkung der Vordergrund-Wirkung ggf. ein UWW* Objektiv.

    Stativ*, essentiell für Langzeitbelichtungen
    Graufilter*, essentiell für Langzeitbelichtungen (z.B. Wasser weichzeichnen)
  • Beste Zeit für Fotos
    – Späterer Nachmittag (zu dieser Zeit ist der Kanarra Creek aber meist sehr überlaufen)
    – Vormittag ist ein guter Kompromiss (das Licht ist meist auch gut, siehe meine Fotos, und es ist mit wenigen anderen Personen zu rechnen)
  • Aufnahmetipps
    – Der Kanarra Creek bietet entlang des Trails zahlreiche tolle (Wasser)-Motive. Hier macht es sich meist schön, das Wasser weichzuzeichnen. Dazu sind Graufilter und Stativ Pflicht. Je nach Licht reicht ggf. auch eine kleine Blende (ƒ/16.0 – ƒ/20.0) für Belichtungszeiten von 0,5 bis 1 Sekunde. 

    – Der Kanarra Creek Fall zeigt sein ganzes Foto-Potential meiner Meinung nur bei einer Langzeitbelichtung, also eigentlich Pflicht!  
    – Im Slot Canyon sind die Lichtverhältnisse aufgrund der großen Unterschiede zwischen Dunkel und Hell (High Dynamic Range) sehr schwierig, hier kann sich ggf. die HDR-Aufnahmetechnik anbieten. 

* Affiliate-Link: Danke für deine Unterstützung!

 

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2 Kommentare
  1. Sarah
    Sarah says:

    Auf den Bericht hatte ich mich richtig gefreut. Die Wanderung steht bei mir auch schon lange auf der Wunschliste. Hammer Fotos. Echt klasse! Ein MUSS für die nächste Reise.

    Antworten
    • THphotography
      THphotography says:

      Hallo Sarah,
      freut mich sehr, dass dir der Artikel gefällt.
      Ja es ist eine wirklich spannende Wanderung die einem lange in Erinnerung bleibt. Die solltest du unbedingt mitnehmen, wenn du in der Gegend bist, wirst es nicht bereuen ;-).
      Einen schönen Sonntag dir noch,
      Torsten

      Antworten

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