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Hidden Canyon im Zion National Park

Hidden Canyon Zion NP

Der Hidden Canyon gehört zu den weniger bekannten Wanderungen im Zion National Park (Utah), welche ein wenig im Schatten der populären Spots wie z.B. Angels Landing, Subway, Observation Point und den Narrows steht. Warum dies so ist verwundert ein wenig, denn der Hidden Canyon Trail bietet eine abwechslungsreiche und abenteuerliche Wanderung mit spaßigen Klettereinlagen. An mancher Stelle fühlt man sich fast ein wenig an Angels Landing erinnert. Die Wanderung lässt sich gut mit dem Observation Point kombinieren, dann solltest du aber einen vollen Tag einplanen.

Daten & Fakten zum Hidden Canyon

Die Wanderung startet an der Shuttle-Haltestelle Weeping Rock Trailhead. Da es sich um eine durchaus anspruchsvolle Wanderung handelt, solltest du ausreichend viel Wasser mitnehmen. Für mich stand natürlich wieder das Fotografieren im Vordergrund, folgende Kamera-Ausrüstung hatte ich dabei:

– Kamera: Nikon D7200 *
– Objektiv: Nikkor 16-85 mm *
– Objektiv: Sigma 10-20 mm *
– Stativ: Rollei Compact Traveler No. 1 Carbon *
– sonstiger Zubehör

Besonders zur Mitnahme eines Stativs würde ich anraten, da die Lichtverhältnisse im Hidden Canyon streckenweise ziemlich dunkel sind und  längere Belichtungszeiten erfordern.

Hidden Canyon Trail
Startpunkt Hidden Canyon TrailHaltestelle Weeping Rock Trailhead (Shuttle Bus)
Distanz
– ca. 3,5 km Roundtrip (Eingang Hidden Canyon)
– weitere ca. 700 Meter vom Eingang des Hidden Canyon bis zum Arch im Canyon, also insg. ca. 5 km Roudtrip
Dauerje nachdem wie weit es in den Hidden Canyon geht: 3 – 4 Stunden
Geländeanspruchsvoll; ca. 300 Höhenmeter; exponierte Abschnitte; teilweise Klettereinlagen notwendig
Informationen zum Zion NPWebsite des Parks

Unser Besuch – Es geht los

Vom Start der Haltestelle führt der Weg zum Hidden Canyon zunächst über denselben Trail wie zum Observation Point. Der Wanderweg windet sich hier in Serpentinen das Felsmassiv hinauf, wobei es direkt schon einige Höhenmeter zu überwinden gilt. Wir sind zunächst zum Observation Point gewandert und haben dann noch den Hidden Canyon drangehangen. Vom Wanderweg aus bietet sich ein toller Blick in den Canyon des Zion National Park.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/9.0, 1/125s, ISO100

Ab dem Punkt, wo der Hidden Canyon Trail vom Weg zum Observation Point abzweigt, ging es in engen, gut ausgebauten Serpentinen weiter hinauf. Diese sind auf dem obigen Bild unten links gut zu sehen.

Schon bald änderte sich die Beschaffenheit des Weges und die ersten exponierten Abschnitte lagen vor uns. Entlang des Weges sind stellenweise Ketten zur Sicherung angebracht.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/6.3, 1/50s, ISO200

Der weitere Abschnitt des Trails verläuft über nacktes Felsgestein und ist fast durchgängig mit Ketten gesichert. Ein wenig fühlten wir uns an Angels Landing erinnert, auch wenn der Aufstieg auf den Grat dort noch um einiges spektakulärer ist.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/8.0, 1/40s, ISO200

Rechts des Weges geht es stellenweise steil bergab, also weniger was für Menschen mit Höhenangst. Positiv fiel uns auf, wie wenig andere Besucher hier unterwegs waren. Da sind wir von Angels Landing (leider) anderes gewohnt. So konnten wir diese spaßige Wanderung in toller Landschaft fast für uns allein genießen.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/8.0, 1/80s, ISO200

Immer weiter kraxelten wir entlang des Abgrunds an der Felswand in Richtung Hidden Canyon. Teilweise wurde der in das Felsgestein geschlagene Pfad sehr schmal. Der Weg bietet hier viele spektakuläre Fotomotive.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/9.0, 1/80s, ISO200

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/9.0, 1/250s, ISO200

Kletterspaß im Hidden Canyon

Dann standen wir am Eingang zum Hidden Canyon, wo der gewartete Wanderweg endet. Von hier kann der Hidden Canyon bis zu einem Arch noch weiter erkundet werden. Der Weg umfasst nochmals etwa 700 Meter (one-way). Hier bedarf es dann aber einiger Klettereinlagen, da der Weg der Natur überlassen wird. Ich würde aber jedem empfehlen hier noch weiterzugehen, denn das erforschen des Hidden Canyon machte uns einen Riesenspaß.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 24mm, ƒ/6.3, 1/20s, ISO200

Immer weiter drangen wir in den Hidden Canyon vor, wobei wir verschiedenste Hindernisse überwinden mussten. Die Kletterei durch den Canyon war spannend und machte Freude. Die Landschaft wurde zunehmend wilder. Auch hier trafen wir nur einmal auf andere Besucher, sonst hatten wir den Canyon ganz für uns allein.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/6.3, 1/15s, ISO200

Schließlich standen wir vor dem Arch des Canyons. Er wirkte eindrucksvoller als gedacht auf uns und liegt wunderschön im grünen Laub versteckt, ein tolles Fotomotiv. Da die Koordinaten im Hidden Canyon sehr schwanken, ist die Angabe der Lage als ungefährer Standort zu verstehen: N37° 15.769 W112° 56.283.

Hidden Canyon Zion NP

Versteckter Arch — Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/6.3, 1/6s, ISO200

Dann ging es über Stock und Stein wieder zurück. Als wir am Eingang des Hidden Canyon angekommen waren, taten sich wunderschöne Spiegelungen in den wassergefüllten Pool auf. Diese kannst du bei der Wanderung gar nicht verpassen, da sie direkt am Ende des gewarteten Weges liegen.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 18mm, ƒ/9.0, 1/100s, ISO200

Ich machte einige Aufnahmen der wunderschönen Spiegelungen. Da der Tag schon weit fortgeschritten war und bereits die Goldene Stunde begonnen hatte, spiegelten sich die Felswände in einem wunderschönen goldenen Licht im Wasser der Pools.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/9.0, 1/25s, ISO200

Dann aber war es Zeit zur Haltestelle aufzubrechen. Wir genossen den restlichen Weg im Licht der untergehenden Sonne ehe wir mit dem Shuttle Bus (leider) wieder den Park verließen.

Hidden Canyon Zion NP

Nikon D7200 @ 16mm, ƒ/11.0, 1/50s, ISO100

Fazit

Der Hidden Canyon Trail hat uns absolut positiv überrascht. Es handelt sich um einen sehr abwechslungsreichen und spaßigen Wanderweg, welcher auch erfreulich wenig besucht ist. Mit den tollen Klettereinlagen und exponierten Abschnitten über Felsgestein erinnert er stellenweise fast ein wenig an Angels Landing und kann durchaus eine gute Alternative dazu sein. Auch für Freunde der Fotografie hat der Trail einiges zu bieten. Hier hat mir der Besuch zu den Nachmittagsstunden bis Sonnenuntergang gut gefallen, denn dann liegen viele interessante Abschnitte in der Sonne und das Licht wird interessanter.

Hast du den Hidden Canyon Trail bereits erwandert? Wie hat er dir gefallen? Schreib deine Erfahrungen, oder auch deine Fragen, gerne in die Kommentare.

1 Antwort

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  1. […] bieten. Außerdem ist der Weg deutlich weniger frequentiert. Die Wanderung lässt sich gut mit dem Hidden Canyon Trail kombinieren, dann solltest du aber einen vollen Tag […]

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