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Traumstraße Highway 1: San Francisco bis Los Angeles

Highway 1

Wohl kaum eine andere Straße der Welt ist so bekannt und beliebt wie der Highway 1 im US-Bundesstaat Kalifornien – und das völlig zurecht! Wir sind diese einzigartige Straße während unseres Roadtrips im Jahr 2015 von San Francisco aus bis nach Los Angeles mit einer Übernachtung in San Luis Obispo gefahren. Die Straße führt in diesem Abschnitt größtenteils direkt am Pazifischen Ozean entlang und bietet eine eindrucksvolle und sehr abwechslungsreiche Landschaft, also wie gemacht für jeden Freund der Landschaftsfotografie. Ich würde empfehlen den Highway 1 von Norden nach Süden zu fahren, denn auf der Pazifikseite der Straße befindet sich ein Großteil der Parkbuchten. Ein Anhalten an den zahlreichen Viewpoints ist von der anderen Straßenseite häufig problematischer bzw. umständlicher.

Es geht los – Highway 1

Nachdem wir einige sehr schöne und erlebnisreiche Tage in San Francisco verbracht hatten, ging es zur Morgendämmerung des 05. September 2015 endlich los auf die langersehnte Fahrt auf dem Highway 1. Die Metropolregion ließen wir schnell hinter uns und erreichten mit der aufgehenden Sonne den Highway. Schon auf den ersten Kilometern zeigte sich uns eine tolle Küstenlandschaft und die Sonne kämpfte sich durch den Morgennebel. Ein toller Anblick.

Highway 1

Highway 1 im Morgennebel — Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/250s, ISO100

Unseren ersten etwas längeren Stopp machten wir in der Stadt Santa Cruz. Hier gibt es mit dem Santa Cruz Beach Boardwalk einen durchaus sehenswerten Freizeitpark, welcher direkt am Strand gelegen ist. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Santa Cruz Wharf, welcher weit in den Pazifik reicht. Entlang des Pier tummeln sich viele Seelöwen, eine gute Gelegenheit diese hübschen Tierchen mal aus der Nähe zu fotografieren.

Highway 1

Santa Cruz Beach Boardwalk

Highway 1

Seelöwe am Santa Cruz Wharf

Da wir noch viele Meilen bis zu unserem Zwischenstopp San Luis Obispo vor uns hatten, machten wir uns nach einem kurzen Mittags-Snack auf die Weiterfahrt.

Traumhaft: Küstenabschnitt Big Sur

Das absolute Highlight des Highway 1 ist der Küstenabschnitt Big Sur, welcher zwischen Carmel-by-the-Sea und San Simeon verläuft. Daher passierten wir die durchaus auch schöne Gegend um Monterey ohne größere Stopps, um ausreichend Zeit für die abwechslungsreiche und schroffe Küstenlandschaft von Big Sur zu haben.

Wir bemerkten schnell warum dieser Abschnitt so berühmt ist. Die schroffe Küstenlandschaft mit seinen abwechslungsreichen Landschaftsbildern zog uns sofort in ihren Bann. Ein Stück nach der berühmten Bixby Creek Bridge entdeckten wir einen sehr schönen Viewpoint (N36° 21.148 W121° 54.007), vom dem aus sich ein tolles Foto der wilden Küstenlandschaft machen lässt.

Highway 1

Küstenlandschaft Big Sur — Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/200s, ISO100

Wir kamen immer schleppender vorwärts, denn die Fülle an atemberaubenden Anblicken dieser einzigartigen Landschaft ist erschlagend und immer wieder hielten wir an. Nur wenige Meilen nach dem letzten Viewpoint tat sich ein wunderschöner Anblick auf. Hier mündete an einem kleinen Strand türkis-blaues Wasser in den Pazifik, ein paradiesisches Bild. Gut fotografieren lässt sich dieses Naturschauspiel von einer kleinen Parkbucht aus: N36° 19.844 W121° 53.510.

Highway 1

Nikon D5300 @ 22mm, ƒ/11.0, 1/250s, ISO100

Weiter ging unsere Fahrt und die Zeit verging wie im Flug. Die Fülle an Sehenswürdigkeiten war kaum aufzunehmen. Der Blick vom Highway 1 zum Point Sur State Historic Park zeigt schön die Weite dieser tollen Landschaft. Von einer kleinen Parkbucht lässt sich ein wirkungsvolles Foto davon machen: N36° 18.981 W121° 53.499.

Highway 1

Point Sur State Historic Park — Nikon D5300 @ 35mm, ƒ/11.0, 1/250s, ISO100


Julia Pfeiffer Burns State Park

Es folgte dann der für mich rückblickend schönste Big Sur Abschnitt, der Julia Pfeiffer Burns State Park. Er gilt nicht ohne Grund als der schönste State Park am Highway 1. Die Küstenlandschaft ist paradiesisch schön und es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie einen spektakulären Wasserfall und hübsche Felsformationen zu entdecken. Von einem kleinen Parkplatz aus (N36° 10.170 W121° 41.081) lässt sich eine tolle Aufnahme der sehenswerten McWay Rocks entlang der Küstenlandschaft machen.

Highway 1

McWay Rocks — Nikon D5300 @ 62mm, ƒ/11.0, 1/160s, ISO100

Dann erreichten wir mein persönliches Highlight, den McWay Wasserfall. Es handelt sich um einen etwa 24 Meter hohen Wasserfall, welcher sich in einer kleinen romantischen Bucht direkt am Strand befindet. Schöne Blickpunkte auf den Wasserfall sind über den McWay Waterfall Trail zu erreichen. Ich wählte einen Bildausschnitt, in dem der McWay Wasserfall, die McWay Cove, der  McWay Beach und die Weite des Pazifiks zur Geltung kommen konnten (N36° 09.569 W121° 40.344).

McWay Wasserfall

McWay Wasserfall — Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/200s, ISO100

McWay Wasserfall

McWay Wasserfall — Nikon D5300 @ 45mm, ƒ/11.0, 1/160s, ISO100

Weiter ging unsere Fahrt über Brücken und wunderschöne Landschaftsabschnitte entlang der Küste. Einige Meilen weiter stellten wir unser Auto am Big Creek Cove Vista Point (N36° 03.688 W121° 35.494) ab. Es bot sich von dort ein imposanter Blick auf eine hübsche kleine Bucht mit türkis-blauem Wasser und eine der imposanten Brücken des Highway 1 in der Ferne. Ein lohnenswertes Motiv.

Highway 1

Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/200s, ISO100

Immer wieder standen wir mit offenem Mund an den vielen tollen Viewpoints und ließen unsere Blicke in die Ferne schweifen. Auch Wale bekamen wir zu sehen, für brauchbare Fotos hielten sich diese aber leider zu weit draußen im Meer auf.

Highway 1

Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/640s, ISO100

Allmählich neigte sich der Tag dem Ende zu und wir genossen die untergehende Sonne über dem Pazifik. Die tolle Küstenlandschaft wurde in ein goldenes Licht getaucht und zeigte sich in einer völlig anderen Schönheit.

Highway 1

Nikon D5300 @ 18mm, ƒ/11.0, 1/400s, ISO100


Tag 2: San Luis Obispo bis Los Angeles

Der letzte Abschnitt bis Los Angeles war in Hinblick auf Landschaftsfotografie nicht mehr ganz so spektakulär wie zuvor. Dennoch machte die Fahrt entlang des Pazifik natürlich immer noch eine Menge Spass. Wir erreichten bald den kleinen aber feinen Point Mugu Beach, wo wir uns ein wenig am Strand aufhielten. Die hohen Wellen waren recht eindrucksvoll und viele Wellenreiter gingen hier ihrem Hobby nach. Am Ende des Strandes befinden sich Felsen, an denen die Wellen eindrucksvoll gebrochen werden. Ein schönes Foto-Motiv (N34° 05.202 W119° 03.731).

Highway 1

Point Mugu Beach — Nikon D5300 @ 38mm, ƒ/11.0, 1/250s, ISO100

Schon bald erreichten wir dann die Metropolregion von Los Angeles und eine wunderschöne Fahrt entlang der Pazifikküste nahm (leider) sein Ende.

Fazit

Nachdem wir nun die Fahrt auf dem Highway 1 selber gemacht haben, verstehen wir die Begeisterung um dieses Erlebnis. Die Landschaft ist traumhaft schön und man verspürt ein unbeschreibliches Gefühl von Freiheit. Die Stecke ist mit nur einer Übernachtung aber kaum ausreichend zu genießen, denn es gibt so viel zu entdecken und erleben. Beim nächsten Mal werden wir mindestes 3 Tage einplanen. Vor allem für den Küstenabschnitt Big Sur sollte man ausreichend Zeit mitbringen. Dies gilt vor allem auch für Fotografie-Freunde, denn die Fülle an einzigartigen und spektakulären Fotomotiven ist schier erschlagend.

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